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Tag 13: Yellowstone National Park (Tag 2)

Tag 13: Yellowstone National Park (Tag 2)
02-06-2009
Heute waren wir aufgrund der fast nicht vorhandenen Abdunkelung unserer Cabin schon um 5.30 munter. Das wollten wir nutzen, um den Yellowstone in den Morgenstunden zu entdecken und zu erkunden. Frühstücken wollten wir erst später, da sämtliche Cafes und Restaurants erst um 9 Uhr öffnen. Also noch schnell geduscht und raus ins Freie. Dort erwartete uns nicht nur Schnee (!) sondern auch Kälte – nur gut daß wir uns Winterjacken von zu Hause mitgenommen hatten, denn mit solchen Bedingungen muss man im Yellowstone auch im Juni noch rechnen.

Von den äußeren Widrigkeiten ließen wir uns aber nicht einschüchtern so ging’s los. Eigentlich wollten wir von Canyon nach Roosevelt fahren und von dort weiter in das Lamar Valley, da es dort am meisten Wildsichtungen geben soll. Leider war aufgrund des Schneefalls die Straße nach Roosevelt gesperrt, so mussten wir zuerst nach Norris, von dort nach Mammoth und dann erst weiter nach Roosevelt.

Vorher machten wir jedoch noch einen kurzen Abstecher zu den Upper und Lower Falls die sich in unmittelbarer Nähe unserer Unterkünfte im Canyon Village befinden. Bis dorthin gab’s leider noch keine Sichtungen irgendwelchen Wildlifes, weshalb wir noch etwas weiter Richtung Süden fuhren um eventuell dort noch irgendwelches “Getier” zu sehen. Am Sulphur Caldron und am Mud Volcano legten wir Fotostopps ein. Im Bereich des Mud Volcano hat ein Buffalo gemütlich gegrast und sich nicht von uns und anderen Touris stören lassen.

Nach ein paar Minuten der Beobachtung machten wir uns nun endgültig auf den Weg in Richtung Roosevelt. Wir hatten die Hoffnung, daß die direkte Verbindung von Canyon nach Roosevelt wieder geöffnet ist – dem war aber leider nicht so und so mussten wir den Umweg über zwei weiter entlegene Stationen (Norris, Mammoth) in Kauf nehmen. Auf dem Weg zur ersten Zwischenstation parkten dann mitten auf der Straße Autos – meist ein gutes Zeichen, da es meistens was zu sehen gibt. Und so war es dann auch: Neben und zeitweise auch mitten auf der Straße ein ausgewachsener Wolf! :lol:

Unbeeindruckt von uns und den anderen Autos, setzte er seinen Weg unbeirrt fort, blieb zweimal kurz stehen (was wir dann auch gleich für Fotos nutzten) und verschwand kurz darauf in den Wäldern des Yellowstone. Wer mehr über diese faszinierenden Tiere wissen will, dem sei der Blog über die Yellowstone Wölfe ans Herz gelegt: http://yellowstone-wolf.blogspot.com/.

Nach so viel Aufregung um den Wolf, machten wir nochmals in Norris beim Steamboat Geysir und seinen kleineren “Verwandten” halt und gingen den toll angelegten Loop entlang um weitere Geysire und Pools zu sehen und zu fotografieren. Das Wetter ist weiterhin alles andere als gut, sowohl für Mensch als auch für die Fotos – es regnet und schneit jeweils abwechselnd. Dennoch ist der Yellowstone auch bei diesem Wetter unbeding sehenswert, da er wirklich bei jedem Wetter anders wirkt.

Wir fahren weiter nach Mammoth um uns die dortigen Hot Springs anzusehen. Leider fließt dort nicht mehr soviel Wasser wie noch vor einigen Jahren, weshalb auch einige der Sinterterassen schon ausgetrocknet sind. Weitere Infos zu den Mammoth Hot Springs gibt’s bei wikipedia – hier ein kleiner, interessanter Auszug davon:

Mammoth Hot SpringsHeiße Quellen lassen warmes Wasser von ca. 70°C über die Terrassen gleiten. Das Wasser enthält überdurchschnittlich hohe Kalk- und Mineralienanteile, die am Quellaustritt ausfallen und sich in Form von Terrassen ablagern. Die Anordnung der Terrassen hängt sowohl von der Art der Ablagerungen und von der Wachstumsgeschwindigkeit der Mineralien als auch von der Fließrichtung und den Wasserturbulenzen ab [2]. In den entstehenden flachen Becken siedeln sich Algen und Bakterien an; je nach Temperatur des Wassers haben diese unterschiedliche Farben. Aufgrund der immer neuen Ablagerungen wechselt die Fließrichtung des Wassers und damit die Temperatur und so die Farben – von Weiß bis Blau, Braun, Grün, Gelb, Orange oder Rot – der Terrassen von Jahr zu Jahr.

Das Wasser fließt von den umliegenden Abhängen herunter, wird unterirdisch durch vulkanische Aktivitäten erwärmt und quillt bei Mammoth Hot Springs an die Erdoberfläche. Dabei entweichen oft schweflige Gase. Der Wasserfluss hat sich bei etwa 500 Gallonen (ca. 1900 Liter) pro Minute eingependelt. Zuunterst angelangt versickert das Wasser. Die Besucher werden auf Holzstegwegen durch die Terrassen geführt, da der Boden nicht überall betretbar ist und um die Terrassen nicht zu gefährden.

Die Terrassen begannen sich bereits vor Millionen Jahren zu bilden. Heute lagert das Wasser bis zu zwei Tonnen Kalkstein pro Tag ab.


Der heutige Tag war im Bezug auf Tiersichtungen bisher kein wirklich guter, mal vom Wolf um dem Bison abgehsehen. Das wollten wir ändern und so fuhren wir weiter Richtung Roosevelt von wo aus es ins Lamar Valley ging. Kurz vor dem Lamar Valley war wieder helle Aufregung auf den Straßen, sogar Parkranger waren anwesend. Das konnte nur eines bedeuten: Bären! :) Genau die wollten wir unbeding sehen! Und tatsächlich – in der Ferne konnten wir einen kleinen Schwarzbären beobachten, leider zu weit entfernt für unser Objektiv (und eigentlich auch für unsere Augen ;) ).

Big Horn SheepGut 5 Minuten später war der Bär dann wieder im Wald verschwunden, der Stau löste sich kurz daraufhin auf und wir fuhren weiter – aber nicht für lange: schon wieder standen links und rechts die Autos, wir waren gespannt was wir diesesmal zu sehen sollten. Es war ein Dickhornschaf (Big Horn Sheep) das in einer Waldlichtung beim Fressen war. Von den Besucher ließ sich auch das Schaf nicht verstören und so konnten wir ganz nah ran um es zu beobachten und natürlich um einige tolle Fotos zu schiessen. Zum Abschluss eines nassen, ereignisreichen Tages lief uns auch noch ein Elch/Hirsch vor die Linse – hier zu sehen.

So gegen 17 Uhr machten wir uns dann vom Lamar Valley wieder auf in Richtung unserer Unterkunft im Canyon Village. Zum Glück mussten wir auf dem Rückweg nicht mehr den Umweg über Mammoth und Norris machen, die Verbindung von Roosevelt nach Canyon war wieder befahrbar so daß wir nach gut einer dreiviertel Stunde “back home” waren.

Abends gab’s wieder Bison inkl. eines erfrischenden Coors Light – danach ging’s ab in unser Quartier zum Bilder archivieren, Reisebericht tippen, Duschen und auch schlafen ;)

 


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