Heute war es leider wieder soweit – der letzte Tag des USA Urlaubs 2009 war angebrochen. Gut ausgeschlafen aber ein wenig traurig, gab’s als erstes Frühstück am Zimmer. Es wurden Muffins, Snickerdoodles sowie Juice und Kaffee verdrückt – yummi. Nach unserem Frühstück am Zimmer ging’s dann mit unserem ganzen Hab und Gut, das wir größtenteils am Vorabend schon eingepackt hatten, zu “unserem” kleinen, aber feinen Nissan Rogue.

Nachdem der Flug von Denver nach London erst um 20.50 ging und wir bereits gestern abend im Hotel (in der Hotellobby gibt’s gratis W-Lan) eingecheckt hatten, konnten wir den Tag also noch ganz stressfrei begehen. So gegen 10 Uhr starteten wir schließlich vom Marriott in Richtung Air Force Acadamy – diese ist nur ca. 10 Meilen vom Hotel entfernt, sodaß wir schon nach gut 20 Minuten an den Einfahrtstoren sind. Erstaunlicherweise müssen wir weder einen Ausweis vorzeigen noch wurden wir kontrolliert. Auf dem Weg vom Eingangstor bis hin zum Visitor Center gibt es einige Aussichtspunkte von denen aus man einen guten Überblick über das gesamte Schulungsareal (inklusive des riesigen Sportgeländes – da würde sogar der FC Bayern neidisch werden) und auf die fantastische US Airforce Academy Cadet Chapel hat.

Am Visitor Center selbst wird man auch nicht kontrolliert – im Center selbst gibt’s ein lebensgroßes Exemplar eines Kampfjets zu sehen, sowie Bilder und Erklärungen was jeden einzelnen der Kadetten erwartet wenn er die Ausbildung antritt. Und es wäre nicht die USA, wenn dieses Visitor Center nicht auch einen Gift Shop hätte und zwar einen der größten den wir je gesehen haben – hat ihnen alles nichts genutzt, denn wir haben nichts gekauft ;)

Zu Fuss machten wir uns auf den Weg zur Air Force Academy Cadet Chapel – dabei handelt es sich um mehrere Kirchen in einer Kirche. Für Protestanten gibt’s den größten Bereich, gefolgt von den Katholiken, den Juden und den Buddhisten. Gebaut wurde die Chapel von Walter Netsch im Jahr 1962. Die Kapelle wurde 2004 zu einem National Historic Landmark erhoben und reiht sich damit in eine Reihe berühmter Bauwerke, wie z.b. die Brooklyn Bridge oder dem Empire State Building in New York, ein. Wer in der Nähe ist, sollte sich dieses architektonische Kunstwerk unbedingt ansehen.

Rund um die Kirche befinden sich Klassenräume und Unterkünfte der Kadetten, diese Bereiche sind aber durch Zugangskontrollen gesichert. Vor einem dieser Häuser fand eine Feier statt bei der die amerikanische Nationalhymne gespielt wurde. Ein paar ältere Herren rund um uns salutierten vor der Flagge und sangen brav mit – so wie es sich für Kriegsveteranen halt gehört ;)

Danach aber ließen wir uns nicht mehr aufhalten und sahen uns die Chapel ganz genau an, Fotos haben wir auch gemacht – wie hier zu sehen ist:



Nach soviel Kultur, mussten wir natürlich noch ein wenig shoppen. Nur gut, daß die Castle Rock Outlets direkt auf unserem Weg zum Flughafen lagen. Das Pulver aber hatten wir schon verschossen, so gab’s nur mehr einen Damenpullover von Tommy Hilfiger und Vitamine von Vitamin’s World für uns.

Hungrig ging’s weiter in Richung Airport – ein Zwischenstopp in der Cherry Creek Mall war zeitmäßig aber noch locker drin. Dort gab’s zum Abschluss nochmal Orange Chicken von Panda Express, das wie üblich extrem lecker war. Wir schlenderten noch ein wenig durch die Mall, ohne was zu kaufen und fuhren schlussendlich zur Autovermietung am Flughafen. Die Abgabe war in 2 Minuten erledigt, die anschließende Fahrt mit dem Bus dauerte so an die 10 Minuten. Mit unserem Gepäck ging’s dann direkt zum BA Schalter wo wir unsere Boarding Pässe holten und unser Gepäck aufgaben. Danach ging’s durch die Sicherheitskontrollen zum Gate, wo wir noch gute 2 Stunden zu warten hatten.

Der 8-stündige Rückflug nach London verlief bis auf den extrem unsanften Start (es war wieder mal ein Unwetter rund um Denver) ruhig und problemlos – wir konnten sogar an die 4 bis 5 Stunden schlafen. In London angekommen, muss man unverständlicherweise nochmal durch die Security, obwohl man 8 Stunden zuvor ja schon kontrolliert wurde :?:

Wir nutzten unsere 3 Stunden Aufenthalt mit Shopping bei Harrod’s und Essen bei Wagamama’s, danach ging’s auch schon wieder weiter nach München. Dieser Flug verlief bis auf die Tatsache, dass wir bei der Landung, aufgrund von Verkehr auf der Landebahn, durchstarten mussten, ohne nennenswerte Zwischenfälle ;) Der Zoll meinte es diesemal gut mit uns – es war niemand zu sehen. Wären wir kontrolliert worden, hätte das auch nichts gemacht, da wir nicht über der 430 Euro Grenze mit unseren Einkäufen lagen.

Die Fahrt mit der S-Bahn zum neu gebauten Parkhaus P81 dauerte gerade mal 2 Minuten, weitere fünf Minuten später waren wir dann beim Auto. Nachdem die Koffer im Auto verstaut waren, ging’s ans bezahlen. 89 Euro für 3 Wochen sind ein akzeptabler Preis. Die zwei Stunden Fahrt nach Tirol wollten wir uns diesesmal nicht mehr antun, schließlich waren wir nun schon wieder ca. 24 Stunden auf den Beinen. Deshalb übernachteten wir im Motel One Putzbrunn – schöne, neue, moderne Zimmer, günstiger Preis, leckere Toasts und guter Service &raquo: wir kommen wieder :)

Zum Abschluss unseres Urlaubs steht für uns fest: USA – see you again (soon?)! 
 
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