Tag 16 begann, wie so viele zuvor schon, recht früh für Urlaubsverhältnisse. Gegen 7 Uhr standen wir auf und machten uns erst mal frisch. Danach gab’s Frühstück auf dem Zimmer und die Koffer mussten wieder eingepackt werden.
Kurz nach halb neun machten wir uns dann auf um das bekannteste Bauwerk Salt Lake City’s zu besuchen – den Salt Lake Temple. Über die Geschichte des Salt Lake Temple steht bei Wikipedia folgendes:
Am 14. Februar 1853 wurde der Bauplatz zugewiesen, große Zeremonien wurden von Brigham Young, der den Grundstein legte, abgehalten. Offiziell begann der Bau am 6. April (der von den Mormonen als Jahrestag ihrer Kirchengründung begangen wird).
Zunächst wurde Sandstein aus einem örtlichen Steinbruch verbaut, dieser erwies sich aber als zu brüchig und daher ungeeignet. Ab 1858 brachten Ochsenkarren Granit vom Little Cottonwood Canyon – rund 30 km südöstlich der Baustelle – heran. Ab 1869 wurde der Transport per Bahn durchgeführt. Der Bau verzögerte sich immer wieder und kam während der staatlichen Verfolgung der Mormonen in den 1880er Jahren ganz zum Erliegen. Nach der Abschaffung der Polygamie im Jahre 1890 und dem damit einhergehenden Ende der Verfolgung wurde der Bau forciert wiederaufgenommen.
Als die Konstruktion schließlich vollendet war, weihte Wilford Woodruff den Tempel am 6. April 1893 ein; exakt vierzig Jahre, nachdem mit dem Bau begonnen wurde. Der Tempel ist das Herzstück des 40.000 m² großen Temple Squares, ist 64 m hoch und hat eine Grundfläche von ca. 23.500 m².
Wie bei allen Tempeln dieser Kirche ist der Zutritt nur erwachsenen Kirchenmitgliedern mit gültigem Empfehlungsschreiben ihres Bischofs gestattet, es gibt aber Führungen für jedermann, bei denen das Äußere des Gebäudes erläutert wird
Unser Hotel befindet sich in unmittelbarer Nähe des Hotels und der Temple ist in gut 5-10 Minuten zu Fuss zu erreichen. Wir gehen’s gemütlicher an und sind nach gut 10 Minuten an den Toren des Tempels. Normalerweise wird man dort schon von Gläubigen erwartet, die einen alles im Detail erklären (wollen) – egal ob man will oder nicht
9 Uhr scheint Ihnen dann doch noch etwas zu früh zu sein, um uns und wenige andere zu verfolgen – so können wir alleine den Bereich des Tempels erkunden und ungestört Fotos machen und alles auf uns wirken lassen. Auf den Fotos sieht der Tempel wirklich mächtig und gross aus, in Wirklichkeit aber ist er um einiges kleiner und kompakter als ich gedacht hatte – trotzdem sollte man ihn sich ansehen, falls man in Salt Lake City ist.
Nach gut einer Stunde machen wir uns wieder auf dem Weg zurück ins Hotel, unterwegs entdecken wir noch das Vienna Bistro. Hätte es geöffnet gehabt, hätten wir wohl halt gemacht und eine Melange oder Verlängerten bestellt
Am Hotel angekommen, ließen wir uns das Auto vom Valet holen und machten uns auf den Weg nach Vernal – (mindestens) 171 Meilen mussten heute noch gefahren werden, das meiste jedoch nicht auf Interstates oder mehrspuringen Strassen.
Das Wetter war so wie wir es uns erhofft hatten – strahlend blauer Himmel, aber ziemlich kühler und heftiger Wind. Nach gut 4 Stunden gemütlicher Fahrt, hatten wir es von Salt Lake nach Vernal geschaftt und von hier aus waren es nochmal gut 30 Meilen bis zu unserem eigentlichen Ziel – dem Fantasy Canyon. Dort sollen einige wirklich bizzare und ungewöhnliche Felsformationen stehen, das wollten wir natürlich genauer wissen. (…mehr…)